Clonen von Linux-Images mit Clonezilla SE _ Teil 1

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Setup: Im Zuge unserer Neuausrichtung der Schule von Windows XP hin zu Linux OS mussten eine Menge Rechner mit neuen Betriebssystem bespielt werden. Vorweg, die (alten) PCs rennen jetzt mit Linux Mint schneller, als sie es unter Win XP gezeigt haben!
Da unser pädagogisches Netzwerk (noch) eine Distribution blockiert, haben wir das Rollout über Switch pro Raum durch­geführt. Ein Masterrechner diente zur Erstellung einer Musterlösung mit Linux Mint sowie allen benötigten Programmen. Auf Laptop gespielt, im entsprechenden Raum alle Rechner an Switch angeschlossen, wurde mit Hilfe von Clonezilla SE geclont. Eine Komplikation: die Festplatte des Masterrechners ist größer (= 500 GIG) als die der zu bespielenden Endgeräte (= 250 GIG). Trotzdem ist ein ›Klonen‹ bei entsprechender Einstellung von Clonezilla machbar!

Image erzeugen

 

1. Masterrechner

Ein Masterrechner wird mit Betriebssystem (Linux) und allen Programmen bestückt. Sinnvoll ist es eine geeignete Partitionierung durchzuführen, zum Beispiel in Master-, Home­partition und SWAP. So kann man später einfacher updaten, ohne Userdaten anzufassen.

2. Verteilstation aufbauen

Clonezilla SE als ISO herunterladen und auf CD brennen. Einen weiteren Rechner (in unseren Fall ein Laptop mit genügend Festplattenspeicher) auswählen und diesen von CD booten. Das Laptop dient später als Verteilstation. Switch aufbauen, Laptop und Masterrechner verbinden. Master­rechner booten bis zur Option: ›PXE-Boot‹ (im BIOS wählen).

3. Clonezilla SE einrichten

Clonezilla SE bootet auf dem Laptop. Es sind ein paar Einstellungen für das dann bootende Debian nötig: Programm­sprache: deutsch, Tastaturlayout: qwertz, Bild­schirm­auflösung usw. Die Benutzer­oberfläche zeigt ein Debian mit einigen Icons. ›Clonezillaserver starten‹ anklicken – DRBL bootet. Es werden einige Einstellungen abgefragt.
Statische Adressierung wählen. Beliebige Daten für den Adressraum wählen. Z.B. IP des DRBL-Servers: 10.0.0.1, Netzwerk-Maske: 255.255.255.0, Gateway: 10.0.0.2 Es rattern eine Menge Zeilen durch.

4. Image einstellen und erzeugen

Dann erscheint eine GUI für den Clonevorgang.
Sichern in Abbilddateien (Images) ist: ›device-image‹ // lokalen Datenträger als Ort für die Abbilder verwenden: ›local_dev‹.
Jetzt wählt man den Datenträger, auf dem die Abbilder gespeichert werden sollen. Beispielsweise sdb1 – vorher genau checken, welches Device zur Verfügung steht! Clonezilla will zur Speicherung die Angabe eines Verzeichnisses: ›Oberstes Verzeichnis des lokalen Gerätes‹ („/“) wählen.
Nun kommt der Assistent zur Imageerstellung zum Zuge. ›Expertenmodus‹. ›saveparts‹ // Name vergeben // Alle gewünschten Partitionen anchecken // -q2 // -j2, -fsck (nach Bedarf) // -z1 (Gzip-Kompression, andere Werte auch möglich, austesten) // 2000000 (Abbilddateien werden nicht gesplittet) // -sc (keine Prüfung der Abbilddateien) // -p (poweroff des Masterrechners nach dem Clonen), Enter = Clonevorgang startet (Zeitbedarf pro GIG cirka eine Minute).

Image verteilen _Teil 2

Fortsetzung folgt.

Links

– Nützlicher Download einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für Clonezilla (non-SE) mit vielen Screenshots als PDF.
Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Screenshots
Using Clonezilla: beginner and advanced approaches
Clonezilla Advanced Parameters (nützliche Erläuterungen für die Einstellungen für Restore)
– Migration eines Linux-PCs mit Clonezilla

2 Responses to “Clonen von Linux-Images mit Clonezilla SE _ Teil 1”

    • Hallo, noch ein ›Uberspaceler‹! Danke für Deinen Tipp, kannte ich noch nicht – werde ich mir mal anschauen.

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